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FILMINHALTE

UNSERE STARS

Dalai Lama

Buddhistischer Mönch und Linienhalter der Gelug-Schule des tibetischen Buddhismus

Franz Alt

Journalist und Gesicht der Energiewende

Hans-Josef Fell

Präsident Energy Watch Group, Vater des EEG

Uwe Leprich

HTW-Saarbrücken, ehemaliger Leiter Abteilung Klimaschutz Bundesumweltamt

Dr. Andreas Piepenbrink

Geschäftsführer, E3/DC

Holger Laudeley

Laudeley-Betriebstechnik

Saxo Dyzak

Solid Power

Harald Semke

Architekt

und weitere Interview-Partner.

 

UND SO FÄNGT DER FILM AN

Frank sitzt vor einem Windrad und rechnet vor:

1 Stunde Windrad ersetzt 3 Tonnen Kohle.

3 Cent kostet die kWh von einem Windrad, 7 Cent von einem Kohlekraftwerk.

27 Cent zahlen die Bürger für eine kWh Strom, für 11 Cent können sich die Bürger diese selber produzieren inklusive Speicherung.

199 € kostet es, 150 Kilogramm Bio-Obst und Gemüse selber zu produzieren.

Fossile Energie kostet jedes Jahr mehr, EE wird jedes Jahr billiger

Unbezahlbar sind die Endlagerkosten von Atommüll.

 

Warum diskutieren wir politisch immer noch über die Energiewende?

 

OHNE ENERGIEWENDE KEIN FRIEDEN

Zu Besuch beim Dalai Lama mit Franz Alt. Seine Heiligkeit sagt: „Ohne Energiewende gibt es keinen Frieden. Weil wir unsere Versorgungsprobleme nicht in den Griff bekommen. Die Weltbevölkerung wächst täglich um 400.000 Menschen. Nur mit Erneuerbarer Energie können wir die Menschen versorgen.“ Der Dalai Lama fragt, wer friedliche Botschaften verbreitet? Öl, Erdgas, Kohle? Darum gab und gibt es viele Konflikte und kriegerische Auseinandersetzungen. Dazu kommt die Umweltzerstörung durch den Abbau fossiler Brennstoffe und die Schädigung des Klimas durch die CO2-Emissionen. Wer verteilt friedliche Botschaften? Hat es um EE jemals einen Krieg gegeben? EE ist dezentral und im Kern nicht kommerziell. EE, das machen die Bürger und Unternehmen in Zukunft selber. Dafür brauchen sie keine Konzerne oder Armeen, die die Ausbeutung fossiler Ressourcen sicherstellen. Der Dalai Lama sagt im Interview: „Wir können uns auf der Welt keine Kriege mehr leisten, die Dimensionen der Auseinandersetzungen sind zu groß und werden immer größer. Was wir brauchen ist Frieden, ohne Frieden keine Entwicklung!“ Mit EE haben wir genau die Ressourcen, die wir für eine friedliche Entwicklung auf der Welt brauchen. Deshalb sieht sich seine Heiligkeit auch geduldig den ganzen Aktenordner mit Bilden von Photovoltaik-Anlagen an, den Franz Alt mitgebracht hat.

 

ENERGIEWENDE MUSS MAN ZULASSEN

Eigen-Versorgungskonzepte muss man zulassen. Strom, Wärme, Mobilität - das können sich die Bürger und Unternehmen selber organisieren. Denn Eigen-Versorgung macht frei. Frei von Gängelung durch Politik und Konzerne, frei von Kostensteigerungen. Das bürgerliche Selbstbewußtsein steigt, wenn man sich selber mit Energie versorgen kann und einen großen Teil der Daseinsvorsorge selbst im Griff hat. Dieses gewachsene Selbstbewußtsein wird die Bürger noch auf ganz andere Ideen der Selbstversorgung bringen. Der Trend zur Autarkie ist die Gegenbewegung zur Globalisierung, der sich die Menschen und die normale Wirtschaft immer unkontrollierter ausgesetzt sehen und die sie handlungsunfähig macht.

 

SYSTEMVERANTWORTUNG UND DISKRIMINIERUNG

Heute wird die EE an allen Ecken und Enden daran gehindert, sich durchzusetzen. Wie sieht die Diskriminierung aus? EE wird künstlich verteuert, es werden Nutzungsbeschränkungen vorgenommen, der Ausbau wird gedrosselt und verhindert. Dabei kann die EE viel schneller vorwärts kommen. Dazu kommt: EE muss Systemverantwortung übernehmen und genau das tut sie.

Im Norden wird nicht nur EE produziert, sondern auch verteilt und das System stabilisiert. Wie das geht, sehen wir bei einem Besuch bei Nordgröön. Dort hat man die Energiewende weitergedacht. Energiewende-Strom nutzt man dort u.a., um den „Strom zu glätten“, das heißt: Erneuerbare Energie ist in der Lage, die Volatilität in der Energieproduktion auszugleichen. Das ist aber nur ein Teil des „neuen“ Know-how neuer Akteure im Energiemarkt. Dazu gehört auch, dass man tatsächlich regionalen Strom anbieten kann. Unter dem Slogan „Meine Energie kommt von hier“ holt man die EE aus dem grauen Strommarkt heraus bzw. kippt sie erst gar nicht hinein. Anders ausgedrückt: Man könnte es als Bio-Strom mit Herkunftsnachweis bezeichnen. Damit ist auch schon die Zeit ohne das EEG angebrochen. EE kann wirtschaftlich sein, wenn man sich die entsprechenden Konzepte und Marktmodelle ausdenkt. Mit Regiogröön lernen die Bürger den direkten Produzenten von EE kennen und beziehen von dort den Strom. So wie den Apfel vom Bio-Bauern.

 

FOSSIL & ATOM HABEN KEINE ZUKUNFT

Dass Kohle und Atomkraft die ´Zukunft nicht sein können, zeigt der Bau des AKW Olkiluoto in Finnland. Der Versuch, die Ära der Atomenergie zu verlängern, hat katastrophale Auswirkungen. Mal ganz abgesehen von dem ungelösten Problem der Endlagerung von Atommüll und des Betriebsrisikos, bergen die herkömmlichen Energieträger untragbare Kostenrisiken. Während man den Erneuerbaren Cent für Cent die Erzeugungskosten hinterher rechnet, spielt es bei den fossilen und atomaren Energieträgern keine Rolle. Beim Kraftwerksneubau in Finnland sind sämtliche kalkulierten Kosten vollkommen aus dem Ruder gelaufen und trieb die ausführenden Unternehmen in die Pleite. Dass hier überhaupt noch weitergebaut wird, verdanken die Finnen dem französischen Steuerzahler, der alles bezahlen muss, denn der Generalunternehmer Areva ist ein französisches Unternehmen. Nur die Übernahmen durch den Staat hat einen Konkurs verhindert. SIEMENS, ebenfalls beteiligt, leidet ebenfalls an den Verlusten. Dennoch wird weiter gebaut, ohne die endgültigen Kosten zu kennen. 3,2 Milliarden €uro waren geplant, inzwischen ist die Rede von 10,5 Milliarden €. Vor Gericht streiten sich Franzosen, Finnen und Deutsche um die Übernahme der Mehrkosten. Noch ist nicht einmal sicher gestellt, ob das Kraftwerk überhaupt jemals in Betrieb geht! 1978 begannen die Planungen für den Bau, selbst 40 Jahre später steht die Fertigstellung zeitlich in den Sternen. Ist so etwas ein sicheres Versorgungskonzept? Die Ausgaben für Hamburger Elbphilharmonie dagegen? Ein Taschengeld! Auch die fossilen Energieträger bieten keine Zukunft. Kein einziges neu gebautes Kohlekraftwerk kann mit den EE konkurrieren. Selbst bei günstigen Rohstoffpreisen lässt sich die kWh Kohlestrom nicht unter 7 Cent produzieren. Windstrom wird dagegen unter 3 Cent pro kWh ausgeschrieben. Mal ganz abgesehen von den Folgekosten für Mensch und Umwelt durch die Emission von CO2, anderen Klimagasen, Ruß, Dreck, Feinstaub usw. Diese Kosten werden nirgendwo kalkuliert, sondern heimlich bezahlt. Durch die Gesundheit der Menschen und dem Steuerzahler. Wie wäre es mit einer ehrlichen Rechnung?

 

TEURE IMPORTE

Mehr als 100 Milliarden € gibt Deutschland für den Import fossiler Energieträger aus. Geld, das unsere Volkswirtschaft viel sinnvoller Nutzen könnte. 100 Milliarden € jährlich, die wir locker verwenden könnten, um heimisch selber EE zu produzieren. Ohne Emissionen, ohne Schadstoffe, ohne Altlasten. 100 Milliarden € jährlich! Wie viele Arbeitsplätze ließen sich damit bei uns schaffen? Stattdessen verwenden wir 40 % der russischen Erdgasimporte, um daraus Wasserstoff zu produzieren. Unsere Windräder lassen wir dagegen lieber still stehen, anstatt aus Windenergie Wasserstoff zu produzieren.

 

Die schlechteren, schädlichen und teureren Verfahren werden nur deshalb im Markt gehalten, weil die alten Kräfte der Energiewirtschaft noch immer über den Zugang und die Durchsetzungskraft in der Politik verfügen. Aber wer kann das Kräfteverhältnis ändern? Nur die Bürger/innen und die mittelständische Wirtschaft selber, die ein Interesse an bezahlbarer, zuverlässiger und sauberer Energieversorgung haben.

 

WIR KÖNNEN ES SELBER

Autarkie, Unabhängigkeit hat Menschen schon immer fasziniert. Autarke Versorgungskonzepte durch EE liegen zum Greifen nah. 100 % Autarkie muss nicht sein, aber große Anteile der Eigenversorgung sind heute wirtschaftlich sehr wohl darstellbar und werden auch realisiert. Kameramann Felix Peschko hat diesen Weg gewählt. Zusammen mit seiner Frau kaufte er in Berlin ein altes Haus aus den 30er Jahren und verzichtete auf den Abriss/Neubau. Auch eine aufwändige Sanierung fand nicht statt. Stattdessen stülpte er mit Photovoltaikanlage und Hauskraftwerk ein Eigenversorgungskonzept drüber. Preiswert und effektiv. Sein Eigenverbrauch und die Autarkie sind hervorragend, und teuer war es auch nicht. Überall realisieren die Menschen solche Lösungen. Egal ob Privat oder Gewerbe. Ein Unternehmen mit angeschlossenem Wohngebäude investiert in PV-Anlage und Hauskraftwerk rund 53.000 €. Dazu gab es Energieeffizienzmaßnahmen; und die Rechnung vom Energieversorger sank von mehr als 9000 € auf unter 500 € jährlich. Ein Bürger am Bodensee betreibt sein Haus mit Swimmingpool und Sauna mit EE und zwei Hauskraftwerken im Farmingbetrieb. In Konstanz wohnen Studenten zur Flatrate-Miete, Strom und Wärme produziert zum großen Teil die PV-Anlage auf dem Dach. EE machen Energiekosten berechenbar. Mit der „Sektorenkopplung“ verbindet sich Strom, Wärme und Mobilität. Unübersehbar: Es wird alles verstromt! Mit der Speicherung lässt sich die Energie jederzeit abrufen: Egal, ob über ein Hauskraftwerk oder Power-to-Gas-Speicherung in den Gasnetzen sogar saisonal.

 

Die Gegenwart und Zukunft sind Häuser, die ihre Energie selber produzieren. In Oldenburg steht das sog. „Henne-Haus 2“. Eine Photovoltaik-Anlage produziert Energie, Hauskraftwerke im Keller speichern den Strom. Blockheizkraftwerke liefern die Wärme, die oberste Geschoßdecke und der Kellerboden wurden gedämmt, dazu gab es eine Innendämmung. Der Vermieter verkauft jetzt den Strom an die Mieter und verdient damit Geld. Durch die Sanierung sinkt der Wärmebedarf des Gebäudes um 50 %, die Mietkosten steigen nicht und bleiben mit 6 € pro Quadratmeter niedrig. Die Mieter sparen sogar 50 % der Heizkosten und erhalten den Strompreis für 10 Jahre garantiert. Mehr als 2 Millionen Gebäude in Deutschland zählen zu den älteren Mehrfamilienhäusern und könnten so energetisch gut saniert werden. Preiswerter Mietraum bleibt so erhalten, statt teurer Sanierung oder Abriss. Das Zauberwort der Eigen-Energieproduktion heißt Sektorenkopplung.

 

Strom, Wärme, Mobilität - das machen die Bürger jetzt selber. Studien haben erwiesen, dass eine Eigenversorgung von 80 % in der Sektorenkopplung möglich ist. Die Berufsschule in Detmold ist ein weiteres Beispiel dafür. Dort ist es gelungen, das gesamte Gebäude unter nachhaltigen Kriterien zu sanieren. Angefangen von der Energieproduktion bis zum Farbkonzept in den Räumlichkeiten. Herausgekommen ist eine Schulungsstätte, wie sie lebensfreundlicher nicht sein kann.

 

Selber Energie produzieren, das geht auch mit der Brennstoffzelle. Mikrokraftwerke können ein wesentlicher Bestandteil zur eigenen Energieversorgung von Einfamilienhäusern und Gewerbebetrieben sein. Am effizientesten sind Blockheizkraftwerke, wenn diese kontinuierlich betrieben werden. Rund 13.000 kWh Strom pro Jahr produziert zum Beispiel das effizienteste Mikrokraftwerk der Welt, das Blue Gen von Solid Power. Der Clou: Das Blue Gen produziert rund um die Uhr Energie. Diese Energie wird den Verbrauchern im Haus oder Betrieb zur Verfügung gestellt, egal ob für die Nutzung als Komfortstrom, für Wärmepumpen oder in Betrieben zum Beispiel für elektrische Großverbraucher wie Öfen in Bäckereien. Heute sind die dafür erforderlichen Brennstoffzellenmodule serienreif und können problemlos eingesetzt werden. Die Effizienz der Brennstoffzelle schont die Umwelt, selbst wenn fossiles Gas als Rohstoff eingesetzt wird. Rund die Hälfte der Emissionen können damit eingespart werden. Kaum auszudenken, was mit der Energiewende passiert, wenn in großem Umfang Power-to-Gas für Mikrokraftwerke zur Verfügung steht. Dann haben die Bürger und Unternehmen Ihre eigene Energieproduktion vom Dach plus Mikrokraftwerk im Keller. Keine Frage, dass sich der Energiebedarf für Wärme, Strom, Mobilität damit vollständig regenerativ abdecken lässt.

 

AUTARKIE - SOVIEL WIE MAN WILL

Autarkie lässt sich heute so weit treiben wie man möchte. Das OWNHOME ist ein weiteres Beispiel dafür. In diesem Haus lässt sich wirklich vollkommen autark leben. Autark in der Stromversorgung, autark in der Wärmeversorgung, autark in der Wasserversorgung, autark in der Abwasserentsorgung. Und das Ganze kostet nicht mehr als 30.000 €. Hierbei gilt: Wer wenig Flächen in Anspruch nimmt, benötigt auch wenig Energie für die Versorgung. Mit dem OWNHOME braucht man keinen Strom-, Wasser- oder Abwasseranschluss. Und im Gewächshaus davor lassen sich sogar Nahrungsmittel produzieren.

 

NAHRUNGSMITTELPRODUKTION

Die Nahrungsmittelproduktion haben die Bürger längst schon für sich entdeckt. Denn die Energiewende hat es vorgemacht. Wer sich selber mit Energie versorgt, kommt irgendwann auch auch auf den Gedanken, die Eigenversorgung weiter zu treiben. In Stuttgart machen das die Bürger. Für 199 € lässt sich am Stadtrand ein bereits besätes und bepflanztes Zelt anmieten. Sogar die Gießkanne, die Hacke, der Spaten - alles gehört dazu. Es muss lediglich noch gegossen, Unkraut entfernt und der Kartoffelkäfer von Hand verschwinden. Das Ergebnis: Für 199 € und ein bisschen Muskelkraft gibt es 150 kg Obst und Gemüse pro Jahr. In Bioqualität!

 

So lässt sich die Geschichte der Eigenversorgung immer weiter stricken. Unsere These: Wenn die Bürger mit der Energiewende merken, dass sie sich selber mit Energie versorgen können, werden die Eigenversorgungskonzepte immer weiter getrieben. Was heute noch der Staat oder Konzerne den Bürgern verkaufen, können diese in Zukunft selber organisieren. Dazu könnte zum Beispiel eine effektive Altersversorgung oder Krankenversicherung gehören. Die Energiewende ist also der Start, um den Gedanken der Eigenversorgung weiter zu treiben. Auf alle Fälle steigert die Energiewende und die Eigenversorgung das Selbstbewusstsein der Bürger.

 

Wir haben alles in der Hand um die Energiewende zu schaffen. Mittelständische Unternehmen stellen uns Bürgern dafür die Werkzeuge zur Verfügung. Wir müssen sie nur nutzen!

 

Der Dalai Lama hat Recht: Die Energiewende bedeutet Frieden und Sicherheit! Wir müssen die Energiewende schaffen: Für das Klima, für den Frieden, für uns!

 

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